Unternehmenskultur im Wandel

Unternehmenskultur im Wandel

Eine starke Unternehmenskultur verleiht dem Unternehmen ein Gesicht – übertragend ist es deren DNA. Eine gute Unternehmenskultur bedeutet mehr als ein repräsentativer Firmenwagen, ein hohes Gehalt oder kostenloser Kaffee am Arbeitsplatz. Wir befinden uns in der Zeit des Wertewandels.

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Mitarbeiter möchten anerkannt werden, sich wertgeschätzt fühlen und mitbestimmen können. Eine positive Unternehmenskultur fördert die Kreativität der Mitarbeiter und sorgt für Freude bei der Arbeit. Es entsteht Raum für eine Innovations- und Feedbackkultur. Ob für Konzerne, mittelständige Unternehmen oder Traditionsunternehmen ist die Unternehmenskultur somit ein betriebswirtschaftlicher Erfolgsfaktor.

Oft wird diskutiert, dass es nicht an der Erkenntnis mangelt, sondern an der Umsetzung, doch es gibt viele Beispiele aus der Praxis, in denen die positiven Effekte der Unternehmenskultur erkenntlich sind.

Praxisbeispiele für innovative Unternehmenskulturen:

Creative

Innovationen fördern: Die SAP zeichnet sich seit vielen Jahren durch flache Hierarchien und einer Feedback-Kultur mit konstruktiver Kritik in beide Richtungen aus. Um Mitarbeiter zu fördern und ihnen Innovationskraft zu verleihen, wurde das Konzept des „Design Thinking Workshop“ etabliert. Eine kreative Methode zur Entwicklung neuer Ideen. Das Team wird dabei heterogen zusammengestellt mit Teilnehmern aus den unterschiedlichsten Management- und Arbeitsebenen. In der „Design Challenge“ wird jede Idee, und sei sie noch so verrückt, zugelassen. Diese Ideen werden weiterentwickelt, verworfen oder verfeinert, bis sie gut genug sind um zu einem Pilotprojekt heranzureifen. Dabei wird eine arbeitsintensive aber positive Atmosphäre geschaffen in der jeder Impulse für Innovationen geben kann.

Aus der Reihe tanzen

Aus der Reihe tanzen: Eine innovative Unternehmenskultur stellt die SAP aber nicht nur damit unter Beweis, sondern auch durch das von Mitarbeitern, für Mitarbeitern veranstaltete LunchBeat-Event. Das Konzept sieht es vor, sich in der Mittagspause zu treffen um eine Stunde miteinander zu tanzen. Das mag vielleicht verrückt klingen, sorgt aber bei vielen Mitarbeitern für einen freien Kopf. Nach dem Tanzen geht es dann erholt und motiviert zurück an den Arbeitsplatz.

Hierarchien abbauen

Hierarchien abbauen: Das Traditionsunternehmen Otto hat vor kurzen beschlossen von alten Führungsstrukturen abzuweichen und einen Kulturwandel zu vollziehen. Im ersten Schritt wurde das „duzen“ bis hin zur Vorstandsetage eingeführt. Das ist aber kein Zwang, sondern freiwillig. Jeder Mitarbeiter darf selbst entscheiden wie er zukünftig seine Kollegen ansprechen möchte. Dabei soll auch der Chef der Zukunft eher Coach als Vorgesetzter sein. Laut eigener Aussage des Vorstandsvorsitzenden Hans-Otto Schrader in der WAZ, geht zurzeit eine Welle der Begeisterung durch das Unternehmen. Die Mitarbeiter rücken dadurch näher zusammen, der Umgang miteinander wird familiärer und Distanzen und Hemmschwellen werden erheblich abgebaut.

Spende dein Talent

Talente entdecken: Die Medienfabrik hat zur Stärkung der Unternehmenskultur die talee-Methode genutzt. Dabei spenden Mitarbeiter ihre persönliches Talente in Form von gemeinsamen Aktivitäten. So konnten kreative Events wie z.B. einen Schwedisch Kurs, eine Geo-Coaching Tour oder einen Heavy-Metal Abend besucht werden. Das verschafft den Mitarbeitern tolle Möglichkeiten die Kollegen und Kolleginnen, auch Abteilungsübergreifend, besser kennenzulernen.

Lesen Sie die komplette Erfolgsgeschichte in unserem Blog.

Unternehmenskultur formen

Eine neue Unternehmenskultur zu formen erfolgt nicht über Nacht. Es ist ein langer Prozess, der ab einem bestimmten Punkt im Unternehmen jedoch unumgänglich ist. Wenn starre Systeme vor vielen Jahren noch Erfolg hatten, befindet sich diese nun um Wandel. Die drei Beispielunternehmen aus der Praxis zeigen sehr erfolgreiche und positive Auswirkungen. Nutzen Sie die Effekte einer positiven Unternehmenskultur.

Gabriel Greulich